Hilfe für Gewaltopfer

 

Misshandelte Kinder und Jugendliche bekommen hier Hilfe:

www.youngavenue.de/ab2008/wir.html

www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Misshandelte Frauen bekommen hier Hilfe:

www.frauen-gegen-gewalt.de/

www.hilfetelefon.de/de/startseite/

Misshandelte Männer bekommen hier Hilfe:

www.mann-als-opfer.com/

www.maennerberatung.de/gewalt-gegen-maenner.htm

Foren für Gewaltopfer:

selbsthilfeforum.traumruinen.de/

340344.forumromanum.com/member/forum/forum.php

Beratung für Gewaltopfer und ihre Angehörigen:

www.catania-online.org/organisation/ziele.html

Diese Links sind hilfreich bei der Suche nach Traumatherapeuten:

www.psychotherapiesuche.de/suche-nach-plz

www.psychotherapiesuche.de/telefonberatung

Meiner Meinung nach ist es wichtig, Vorgespräche bei mehreren Traumatherapeuten zu vereinbaren und nur dann bei einer Therapeutin / einem Therapeuten eine Behandlung zu beginnen, wenn man sich dort gut aufgehoben und verstanden fühlt.

Hier erklärt Alice Miller, wie man einen guten Therapeuten findet und worauf man bei Vorgesprächen achten sollte:

www.alice-miller.com/artikel_de.php

Hier sind noch weitere Tipps zur Therapeutensuche von Alice Miller:

www.alice-miller.com/artikel_de.php

Viele Traumatherapeuten haben Wartezeiten von mehreren Monaten. Das ist ein großes Problem für Menschen, die keine Familie und keine Freunde haben, denen sie sich anvertrauen können. Diese Wartezeit kann man überbrücken, indem man Termine bei Beratungsstellen vereinbart.

Beratungsstellen finden Sie, indem Sie bei einer Suchmaschine das Stichwort "Beratungsstelle" und Ihren Wohnort eingeben. In einigen größeren Städten - wie z.B. in Frankfurt und Berlin - gibt es spezielle Beratungsstellen für Gewaltopfer. Diese Beratungsstellen finden Sie, indem Sie bei einer Suchmaschine "Beratungsstelle" und "Gewaltopfer" oder "Beratungsstelle" und "Trauma" eingeben.

Auch bei "DAJEB" können Sie Beratungsstellen finden:

www.dajeb.de/suchmask.php

Hier finden Sie Selbsthilfegruppen:

www.nakos.de/site/datenbanken/

Bei einer "komplexen posttraumatischen Belastungsstörung" ist es dringend notwendig, eine ambulante Langzeittherapie bei einem Traumatherapeuten bzw. einer Traumatherapeutin zu machen. Leider gibt es in Deutschland noch zu wenige Traumatherapeuten. Wer das Glück hat, einen guten Traumatherapeuten zu finden, wird nach spätestens hundert Therapiestunden Schwierigkeiten mit seiner Krankenkasse bekommen. In Deutschland hat es sich noch nicht bis zu den Krankenkassen herumgesprochen, dass Menschen, die in der Kindheit jahrelang schwer traumatisiert wurden, eine Langzeittherapie brauchen. Deshalb bleibt schwer traumatisierten Menschen, die wenig Kraft haben, oft nichts anderes übrig, als jahrelang um ihre Traumatherapie zu kämpfen - oder die Therapie zu unterbrechen und nach zwei Jahren einen neuen Antrag zu stellen. Die Unterbrechung der Traumatherapie und die Wartezeit von zwei Jahren hat in den meisten Fällen längere Klinikaufenthalte zur Folge. Auf diese Weise werden dann wesentlich höhere Kosten für die Krankenkasse verursacht als durch eine ambulante Therapie.

Wenn die Krankenkasse eine Traumatherapie nach achtzig oder hundert Stunden nicht mehr zahlen will, sollte man unbedingt innerhalb eines Monats einen Widerspruch schreiben. Falls dieser Widerspruch abgelehnt wird, kann man mit Hilfe des Sozialverbands VDK eine Klage beim Sozialgericht einreichen.

Was ein in der Kindheit schwer traumatisierter Mensch sonst noch tun kann, um zu erreichen, dass er seine Traumatherapie nicht viel zu früh abbrechen muss, erklärt die Traumatherapeutin Michaela Huber in ihrem Buch "Wege der Traumabehandlung":

Die KlientIn stellt einen Antrag beim "Weißen Ring" und erhält eine Summe an Unterstützung, die sie zur Therapiefinanzierung verwendet.

Die KlientIn stellt einen Antrag beim zuständigen Versorgungsamt nach dem "Opferentschädigungsgesetz" (OEG). Hier kann sie, vorausgesetzt sie wird anerkannt (was dann erheblich leichter geht, wenn sie den Täter angezeigt hat und dieser auch verurteilt wurde), Hilfen zum Lebensunterhalt sowie die Therapiekosten bis zu maximal 300 Stunden bewilligt bekommen.

Mein Tipp - und ich weiß, dass ich mich damit bei den Krankenkassen - Gutachtern nicht beliebt mache: Solange eine solch unzureichende Kassenfinanzierung der erforderlichen Behandlung von Langzeittraumata existiert, kann die TherapeutIn in einem solchen Fall einen - natürlich gut zu begründenden - besonderen Antrag stellen. Es gibt nämlich eine "Sonderfallregelung", nach der im Einzelfall auch weit mehr als die 80 - 120 Stunden Psychotherapie bewilligt werden können. Dies zu tun ist auch ein Politikum: Es zeigt, wie groß der Bedarf ist. Schließlich geht es bei komplex traumatisierten Menschen nicht um irgendwelche "Neurosen von Reichen", sondern es ist ihnen massives Unrecht geschehen, das ihre Arbeitsfähigkeit (und damit ihre Fähigkeit, Geld zu verdienen) in der Regel erheblich beeinträchtigt hat. In einer demokratischen Gesellschaft mit dem Anspruch, eine "Solidargemeinschaft" zu sein, sollten Gewaltüberlebende wahrlich das Recht haben auf eine adäquate kassenfinanzierte Behandlung.

Menschen, die in der Kindheit jahrelang gequält wurden, geraten häufig in Krisen, in denen eine ambulante Therapie nicht mehr ausreicht. Dann ist es sinnvoll, für ein paar Wochen zur Stabilisierung in eine psychosomatische Klinik zu gehen.

Hier finden Sie Kliniken mit Therapieangeboten für Menschen mit Traumafolgestörungen:

www.vielfalt-info.de/index.php/info-material/kliniken

www.t-i-z.de/therapeuten-kliniken-co/kliniken-erwachsene/

Auf dieser Internetseite werden Kliniken von ehemaligen Patienten bewertet:

www.klinikbewertungen.de/

Achtung: Wenn jemand in der Kindheit jahrelang gequält wurde, kann ein Klinikaufenthalt keine ambulante Traumatherapie ersetzen! Dann ist eine ambulante Langzeittherapie notwendig. Ein Klinikaufenthalt kann in diesem Fall nur stabilisieren. Eine Heilung der "komplexen posttraumatischen Belastungsstörung" ist in dieser kurzen Zeit nicht möglich.

Ich werde oft gefragt, wie man eine Opferentschädigung beantragt und was man dabei beachten sollte. Eine Opferentschädigung kann beim Versorgungsamt beantragt werden. Ich empfehle, den Antrag auf keinen Fall allein auszufüllen, sondern sich dabei vom Sozialverband VDK oder vom "Weissen Ring" helfen zu lassen!

Links zum Sozialverband VDK und zum "Weissen Ring":

www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi

www.weisser-ring.de/internet/index.html

Wer in einer schweren Krise ist und Suizidgedanken hat, kann hier Hilfe finden:

http://www.krisen-intervention.de/suizikrs.html

Hier finden Sie Informationen zum Thema "Depression":

www.depressionsliga.de/

www.buendnis-depression.de/index.php

Eltern, die ihre Kinder misshandelt haben, haben kein Recht auf Unterhalt durch ihre Kinder:

http://www.test.de/Unterhalt-fuer-Eltern-Kinder-haften-fuer-ihre-Eltern-18327-0/

Sehr empfehlenswert ist das Buch "Die Narben der Gewalt" von Judith Herman:

www.amazon.de/Gewalt-Traumatische-Erfahrungen-verstehen-%C3%BCberwinden/dp/387387525X/ref=sr_1_1

Sehr empfehlenswert ist auch das Buch "Borderline - Mütter und ihre Kinder" von Christine Ann Lawson:

www.amazon.de/Borderline-M%C3%BCtter-ihre-Kinder-Bew%C3%A4ltigung-schwierigen/dp/3898062562/ref=sr_1_1

Als ich 20 Jahre alt war, hat mir eine Nachbarin glücklicherweise die Bücher von Alice Miller geliehen. Durch diese Bücher wurde mir klar, woher meine furchtbaren Ängste und meine schweren Depressionen kamen. Ich verstand plötzlich, dass ich nicht verrückt, sondern schwer traumatisiert war. Ich konnte zum ersten Mal in meinem Leben erkennen, dass es nicht meine Schuld war, dass ich in der Kindheit misshandelt worden bin.

Geholfen hat mir auch die Änderung meiner Vornamen und des Familiennamens. Ich wollte nicht mehr den gleichen Familiennamen haben wie meine Mutter, weil sie für mich ein völlig fremder Mensch ist. Und weil ich der Meinung bin, dass jemand, der sein Kind misshandelt, nicht das Recht hat, ihm einen Namen zu geben, habe ich auch meine Vornamen ändern lassen.

Ich habe einen Antrag beim Ordnungsamt gestellt und habe geschildert, wie ich in der Kindheit behandelt wurde. Ich habe erklärt, dass ich wegen dieser schweren Misshandlung meine Namen ändern lassen möchte. Nur sechs Wochen nach der Antragstellung bekam ich einen Bescheid vom Ordnungsamt, in dem meine neuen Namen standen, die ich mir selbst ausgesucht hatte. Als ich dann meine Namensänderungsurkunde abholen durfte, habe ich vor Freude geweint.

Die neuen Vornamen und der neue Familienname haben mir geholfen, mich von der Vergangenheit und von meinen brutalen Vorfahren zu distanzieren.

Geholfen hat mir auch der Umzug in einen 400 Kilometer entfernten Ort, weil ich dort nicht ständig an die Vergangenheit erinnert werde.